Die kurze Antwort: bei einem normalen 6-Parteien-Mehrfamilienhaus reicht eine wöchentliche Treppenhausreinigung. Bei stark frequentierten Häusern (über 10 Parteien, Gewerbeanteil oder Wartezimmer im Haus) sind zwei Reinigungen pro Woche die Praxis. Bei kleinen 2–4-Parteien-Häusern reicht häufig 14-tägig. Im Folgenden die ausführliche Antwort — mit Beispielpreisen für Esslingen, Stuttgart und Ludwigsburg.
Warum die Frage so oft gestellt wird
Hausverwalter und WEG-Verwalter bekommen die gleiche Diskussion alle zwei Jahre: Bewohner beschweren sich entweder, dass das Treppenhaus zu selten gereinigt wird — oder Eigentümer, dass die Kosten der Hausgeldabrechnung zu hoch sind. Beides ist oft auf das gleiche Problem zurückzuführen: kein objektiver Plan, sondern eine historisch gewachsene Intervall-Entscheidung.
Faustregel — sieben Faktoren, die das Intervall bestimmen
- Anzahl der Wohneinheiten (mehr Parteien = mehr Schmutzeintrag)
- Lage des Eingangsbereichs (Hauptstraße vs. Wohnstraße — Reifenabrieb!)
- Vorhandensein von Gewerbe im Haus (Praxis, Studio, Kanzlei)
- Bodenbelag (heller Stein zeigt Verschmutzung viel früher als dunkles Linoleum)
- Hauseingang innen oder außen? Beschattung?
- Saison (Herbst/Winter benötigen häufigere Reinigung wegen Streumitteln und Nässe)
- Hat das Haus einen Aufzug? Der überträgt Schmutz auf alle Etagen
Typische Intervalle in der Praxis
Was kostet die Treppenhausreinigung 2026?
Die Preise haben sich durch Mindestlohn 2026 (12,82 €/h) und gestiegene Materialkosten um ca. 10 % gegenüber 2024 erhöht. Realistische Preise in der Region Stuttgart sind:
Was gehört in eine ehrliche Treppenhausreinigung?
- Nasswischen aller Stufen, Podeste und Eingangsbereich
- Geländer, Handlauf und Brüstung feucht abwischen
- Glastüren und Briefkästen-Front polieren
- Aufzugskabine (Boden, Spiegel, Fingerabdrücke)
- Lichtschalter, Klingeltableaus, Steckdosen
- Spinnweben aus den Ecken
- Kehren der Außentreppen und Eingangsmatten ausschütteln
- Im Winter: Streugut auf der Innenseite entfernen, Matten trocknen
Was wir empfehlen
Lassen Sie das Intervall jährlich einmal kritisch prüfen — am besten zum Jahreswechsel zusammen mit der Hausgeldabrechnung. In den letzten zwei Jahren haben wir bei etwa 40 % unserer Bestandskunden das Intervall angepasst: entweder reduziert (wenn das Haus zu sauber für den Aufwand war) oder erweitert (wenn Bewohnerstruktur sich geändert hat).
„Wir haben drei Häuser von zwei auf einmal wöchentlich umgestellt und eines von einmal auf zwei wöchentlich. Die Reklamationen sind in beide Richtungen verschwunden — und am Jahresende waren wir 380 € unter dem Vorjahr."
Häufige Fragen
Müssen alle Stockwerke gleich oft gereinigt werden?+
Nein. Bei Häusern mit Aufzug verschmutzt das EG bis zu 5× stärker als die oberen Etagen. Wir reinigen das EG dann z. B. zweimal wöchentlich, die oberen Etagen einmal.
Wer trägt die Kosten — Eigentümer oder Mieter?+
Bei einer WEG-Verwaltung: Eigentümer über das Hausgeld. Bei Mietshäusern umlagefähig auf die Mieter über die Betriebskosten.
Was, wenn ein einzelner Bewohner sich beschwert?+
Mit einem dokumentierten Einsatzplan (Datum, Uhrzeit, Leistung) sind Sie als Verwaltung auf der sicheren Seite — und können sachlich reagieren statt das Intervall ad hoc zu ändern.
